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Rechtsterrorismus: Ditib fordert Solidarität der Gesellschaft gegen Hass und Ausgrenzung

Köln | Am gestrigen Sonntag ließ die Bundesanwaltschaft in mehreren Bundesländern mehrere Wohnungen durchsuchen und nahm 12 Tatverdächtige fest. Es besteht der Verdacht der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung. Im Blick hatte die mutmaßlich rechtsterroristische Gruppe vor allem Moscheen. Die Ditib spricht – und das nicht erst seit heute – von einer realen Gefahr für Muslime und Moscheen. Alleine in den ersten sechs Wochen dieses Jahres zählt die Ditib über 10 Angriffe auf Moscheen.

Die Ditib lobt die Sicherheitsbehörden ausdrücklich, warnt aber gleichzeitig vor einer Relativierung der Gefahr, die von rechten Tätern ausgehe. Muslime fühlten sich in Deutschland nicht mehr sicher, sagt die Ditib. Grund dafür seien die Drohungen die die Moscheen 2019 erreichten, aber auch der Jahrestag des Angriffs von Christchurch oder der Terrorangriff in Halle auf die jüdische Synagoge.

„In Halle hat ein antiislamisch und antisemitisch agierender Terrorist bei dem Angriff auf eine Synagoge, dessen Tür er nicht aufbrechen konnte, eine Passantin vor der Synagoge und einen Gast in einem Dönerladen erschossen. Das zeigt uns, dass rechter Terror uns alle, Muslime wie Juden, Christen wie Andersgläubige gleichermaßen bedroht. Die Tat war sowohl antisemitisch, als auch antiislamisch motiviert, denn laut Sicherheitsbehörden wollte der Täter eine Moschee angreifen, entschied sich dann aber kurzfristig für die Synagoge“, so die Ditib in ihrer Erklärung schriftlich.

Die Ditib beklagt, dass eine Mehrheit in Deutschland bei Angriffen auf Muslime schweige, was als „stillschweigende Duldung“ missverstanden werden könne. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft müsse auch bei Angriffen auf Muslime sich solidarisch zeigen und klar Stellung gegen Hass und Unrecht beziehen. Und so fragt der Ditib-Bundesverband: „Was muss noch geschehen, damit Politik und Gesellschaft das Schweigen beziehungsweise die stillschweigende Duldung von Angriffen gegen Muslime beenden? Was muss noch geschehen, damit man sich der Dämonisierung des Islam und der Markierung von Muslimen als „fremde Gefahr“ durch Populisten und Rechtsextreme entgegenstellt?“ Die Ditib fordert den Schutz von Moscheen und Muslimen in Deutschland.

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