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Bundesförderung für das Rautenstrauch-Joest-Museum

Köln | Der „360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ wird nach der Stadtbibliothek nun auch das Rautenstrauch-Joest-Museum mit einer Förderung unterstützen. Der Förderumfang der neuen Vergaberunde liegt bei insgesamt knapp acht Millionen Euro für 22 Institutionen im gesamten Bundesgebiet.

Wie das städtische Presseamt am heutigen Dienstag bekannt gab, hat der Sitftungsrat der Kulturstiftungdes Bundes eine Förderung in Höhe von insgesamt 7,9 Millionen Euro bewilligt.Der Fonds unterstützt kulturelle Institutionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Themen wie Migration und die daraus entstehenden Veränderungen in einer Stadtgesellschaft in den Blick zu nehmen. Kulturelle Vielfalt soll als ebenso chancenreiches wie kontroverses Zukunftsthema aktiv in das eigene Haus und in die Stadtgesellschaft getragen werden, hieß es dazu weiter.

Kulturelle Vielfalt soll gefördert werden

Derzeit spiegelt sich die kulturelle Vielfalt der Städte kaum in den Programmangeboten, im Personal und im Publikum vieler Kultureinrichtungen wider. Der Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte unter den Besucherinnen und Besuchern sowie in Entscheidungspositionen in den Einrichtungen entspricht noch nicht ihrem Anteil an der Bevölkerung. Die Förderung soll zum Wandel in diesem Bereich beitragen.

In der ersten Förderrunde des Programms 2017 wurden bundesweit bereits 17 Kultureinrichtungen, darunter auch die Kölner Stadtbibliothek, gefördert. Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach freut sich, dass nun auch das Rautenstrauch-Joest-Museum neben 21 weiteren neuen Institutionen eine so großzügige Fördersumme erhält. „Als ethnologisches Museum ist das Haus genau die richtige Institution, um kulturelle Vielfalt noch weiter nach außen und nach innen zu tragen“, betont Kölns Kulturdezernentin.

Die Häuser erhalten Förderungen von je bis zu 360.000 Euro. Mit diesen Mitteln sollen Stellen für sogenannte Agentinnen und Agenten geschaffen werden, die die jeweilige Institution bei der Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen vor Ort und bei der Entwicklung neuer Teilhabekonzepte unterstützen. Das RJM plant, die Stelle in Kürze auszuschreiben. Der Startschuss soll im April 2019 erfolgen.

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