Politik Nachrichten Politik Köln

halle_kalk_ehu_10062017

Die Hallen Kalk sollen umgewidmet werden. Nun hat sich dazu eine Interessengemeinschaft gegründet.  Bild: ehu

Neue Interessengemeinschaft für die Hallen Kalk

Köln | Die Hallen Kalk sollen umgewidmet werden. Nun haben sich mehrere Akteure, die im Siegerentwurf eines städtebaulichen Werkstattverfahrens als „Genossenschaft Hallen-Kalk“ namentlich genannt waren, zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

Wie die Verantwortlichen weiter berichtete, wurde die IG am Montag dieser Woche offiziell ins Leben gerufen. Das sei ein Signal an die Stadt und an die interessierte Stadtgesellschaft, das Gelände der Hallen-Kalk kooperativ und gemeinwohlorientiert zu entwickeln. Ziel ist es, die innere Kraft des Bezirks und seiner Bewohner zu aktivieren, um auf und um die Hallen-Kalk herum ein Zentrum bürgerschaftlich getragener Aktivitäten zu entwickeln. Dies sichert langfristig die Teilhabe der Bewohner und sorgt für eine gesunde Weiterentwicklung des Quartiers als drittem Weg zwischen Kommerzialisierung und Alimentierung.

Ende Juni dieses Jahres hatte der Stadtentwicklungsausschuss den geplanten Schulstandort auf Initiative des Kölner Erzbistums („Bildungscampus“) in Richtung Osten verlagert. Die ursprüngliche Planung, die Hallen 70 und 71 zu einer Schule umzubauen, hatten sich als zu ambitioniert erwiesen. Mit der Entscheidung für den neuen Schulstandort wurde die Umnutzung der brachliegenden Industrieliegenschaften wieder virulent. In seinem Beschluss beauftragten die Ratspolitiker die Verwaltung, eine Bedarfsfeststellung zu machen.

Der Beschluss im Stadtentwicklungsausschuss

Außerdem soll die Verwaltung die städtebauliche Planung im Betrachtungsraum zwischen Ottmar-Pohl-Platz und Christian-Sünner-Straße auf Grundlage der Empfehlungen des Werkstattverfahrens unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse direkt umfassend fortführen und vertiefen. Auf Grundlage des städtebaulichen Konzeptes ist eine stufenweise Umsetzungsstrategie zu entwickeln und die Konzeption der Öffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren.

Für die bestehenden Nutzungen Vision e.V., Dirt-Track der Abenteuerhallen und Pflanzstelle sind im städtebaulichen Konzept Standorte vorzusehen“, hieß es in dem Beschluss. Eine mögliche Nutzungsalternative wäre eine Erweiterung der Flächen des Digital Hubs für Startups.

Mit der Teilnahme am Projektaufruf „Stadt gemeinsam gestalten“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (bbsr) wurde die Ausrichtung und Ernsthaftigkeit des Anliegens dokumentiert. Weitere Schritte werden folgen, kündigten die Verantwortlichen an.

„Die Planer haben die Impulse aus der Stadtgesellschaft aufgegriffen und wir haben erklärt, dass wir unseren Teil dazu beitragen wollen. Nun ist es an der Stadt, mit uns in einen konstruktiven, der Idee des Leitbilds zur Bürgerbeteiligung entsprechenden Dialog einzutreten“, so die Initiatoren abschließend.

Zum Initiatorenkreis der IG gehören die Bürgerinitiative Hallen Kalk; Integrationshaus e.V.; STADTRAUM 5und4 e.V.; Baustelle Kalk e.V.; Vision e.V.; Stiftung KalkGestalten; Erlebnis inklusiv e.V.; Kunts e.V.; kubist e.V. (Projekt X-Süd); Akademie der Künste der Welt gGmbH; Kran 51 e.V. und das Naturfreundehaus Köln-Kalk e.V..

Zurück zur Rubrik Politik Köln

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Köln

agnes_klein_HA_130415

Köln | aktualisiert | Dr. Agnes Klein, in zweiter Amtszeit Kölner Schul-, Jugend- und Sportdezernentin, will auf eigenen Wunsch zum 1. Februar 2019 in vorzeitigen Ruhestand gehen. Damit stehen der Stadt und Verwaltung große Veränderungen bevor. Neben Klein wird Kämmerin Gabriele C. Klug im Dezember dieses Jahres in Ruhestand gehen. Außerdem will Sozialdezernent Rau in Offenburg Oberbürgermeister werden. Sollte er die Wahl gewinnen, wird auch diese Stelle vakant. Damit verliert Köln in naher Zukunft drei Top-Leute. Agnes Klein nennt private Gründe. Mittlerweile meldeten sich die Kölner SPD und die Kölner Grünen zu Wort. 

17072018_Lobby_Suedstadt_Vorstand

Köln | „Lobby für die Südstadt“, so lautet der Name eines neuen Vereins, der sich aus dem gleichnamigen kommunalpolitischen Arbeitskreises der SPD in der Südstadt weiterentwickeln will. In den vergangenen zehn Jahren konnten bereits einige Projekte umgesetzt werden.

16072018_Touchpanel_Screenshot

Köln | Das Landesförderprogramm „Gute Schule“ hält für die Verbesserung der Kölner Schulinfrastruktur pro Jahr rund 25 Millionen Euro für Köln bereit. Für 2017 und 2018 hat die Stadt tatsächlich alle Mittel abgerufen.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS