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Petković enttäuscht über bevorstehendes Karriereende

Berlin | Die Tennisspielerin Andrea Petković hat sich enttäuscht über ihr bevorstehendes Karriereende geäußert.

"Manchmal sitze ich nach Turnieren zwei Tage lang zu Hause rum und bin einfach nur traurig", sagte die 33-Jährige dem Magazin "Zeit-Campus". Sie wünsche sich, dass ihr Körper ihr noch zehn gute Jahre geben würde.

"Wo bleiben die ganzen Jungbrunnen?" Sie habe oft bis zur Erschöpfung gespielt. Einmal hatte sie sich beim Training mit Angelique Kerber einen Ermüdungsbruch zugezogen. "Ich habe mich zehn Minuten hingesetzt, mich etwas gedehnt – und weitergespielt. Heute denke ich: Wie dumm!" Der Erfolgsdruck habe bei ihr im Laufe der Karriere häufig eine Angst ausgelöst, die sie bis heute noch nicht abgelegt habe. "Sie kommt in ganz komischen Momenten wieder hoch", so Petković. Mittlerweile habe sie einen Therapeuten.

Mit ihm rede sie nicht über Tennis, so Petković. "Sondern darüber, was in mir auf dem Platz vorgeht, über die Wurzeln von Fehlern und Reaktionen. Meine Aggressionen. Etwa, warum ich bei Matches so oft Schläger zerstöre." Am 8. Oktober erscheint Petkovićs erstes Buch: "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht. Erzählungen". Darüber, warum das Buch ernster klinge als sie im persönlichen Gespräch, sagte sie: "Finde ich gar nicht, vieles ist doch lustig. Vielleicht sieht man seine eigenen Texte anders." Petković gilt als einer der besten Tennisspielerinnen Deutschlands. Im Verlauf ihrer Karriere war sie auf Platz 9 der Weltrangliste, zweifach Deutsche Meisterin, gewann sechs WTA-Turniere. Im kommenden Jahr will sie ihre Karriere beenden.

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