Im Kölner Hauptbahnhof wurde in der Nacht zu Sonntag ein Mann zu sexuellen Handlungen genötigt. Symbolfoto: Bopp

Köln | In der Nacht von Samstag auf Sonntag (10.07.) kam es am Kölner Hauptbahnhof zu einer Notlage für einen 23-Jährigen. Dem jungen Mann fehlten Barmittel für ein Zugticket, als ein 59-Jähriger ihm aushalf, verlangte dieser als Gegenleistung sexuelle Handlungen und versuchte das Opfer mittels Gewalt in einen Zug zu zwingen.

Der 23-Jährige bat einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG um Hilfe. Dieser wandte sich an die Bundespolizei Köln, welche den Beschuldigten stellte.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 03:30 Uhr stellte die Bundespolizei einen 59-jährigen Mann aus Bayern, welcher die Notlage eines Hageners ausgenutzt haben soll. Der 23-Jährige gab an, dass er nicht mehr ausreichend Geld für ein Zugticket besessen habe, daher soll der 59-Jährige ihm Hilfe angeboten und mit ihm ein Zugticket gekauft haben.

Mann verlangte sexuelle Handlungen für Zugticket

Im Gegenzug verlangte der Mann sexuelle Handlungen, welche das Opfer ablehnte. Anschließend habe er den 23-Jährigen als „schwule Sau“ beleidigt und unter der Androhung des Einsatzes einer angeblich mitgeführten Schusswaffe dazu gezwungen, mit dem nächsten Zug nach Bayern mitzufahren. Das eingeschüchterte Opfer folgte dem 59-Jährigen, versuchte jedoch andere Reisende auf seine Notlage aufmerksam zu machen.

Erst unter einem Vorwand konnte er einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG um Hilfe bitten, welcher die Bundespolizei alarmierte. Die Einsatzkräfte stellten den Tatverdächtigen und durchsuchten ihn auf der Dienststelle. Eine Waffe wurde nicht aufgefunden. Bei einem Atemalkoholtest stellten sie einen Atemalkoholwert von 1,6 Promille fest. Eine Vernehmung des Opfers war aufgrund seiner emotionalen Verfassung nicht möglich. Eine veranlasste Videoauswertung konnte jedoch Teile der Aussage des Opfers bestätigen.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren gegen den 59-jährigen wegen Freiheitsberaubung, Beleidigung und Bedrohung ein. (red03)