Die Ausstellungs-Highlights im Überblick
"Ichundichundich"
Picasso im Fotoporträt
24. September 2011 bis 15. Januar 2012
Eröffnung: 23. September, 19 Uhr
Pablo Picasso war nicht nur Künstler, sondern auch ein Meister der Selbstinszenierung. Fast alle großen Portraitisten des 20. Jahrhunderts fotografierten den Ausnahmekünstler. Das Museum Ludwig zeigt mit "Ichundichundich" rund 200 Aufnahmen von Künstlern wie Cecil Beaton, Henri Cartier-Bresson, Robert Doisneau, Man Ray, Irving Penn oder Lee Miller. Diese große Überblicksausstellung stellt damit erstmals die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen Picassos Wunsch nach kontrollierter Selbstdarstellung und den Ansprüchen und Vorstellungen berühmter Fotografen. Dabei stehen inszenierte Portraits neben klassischen Sitzungen und Schnappschüssen – die zeitliche Spannbreite reicht von den 1910er und 20er Jahren, als Picasso vom Bohemien aus Montparnasse zum Künstlerstar wurde, bis zu seinen späten Jahren. Geradezu ikonische Klassiker wie die Fotografie von Irving Penn, die Picasso mit Hut, hochgezogenem Mantelkragen und einem eindringlich blickenden Auge zeigt, werden begleitet von weniger bekannten, zum Teil sehr privaten Aufnahmen.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.
Kuratorin: Dr. Kerstin Stremmel
 
"Cosima von Bonin"
The Lazy Susan Series,
A Rotating Exhibition 2010 – 2011
Loop # 04: Museum Ludwig, Köln
5. November 2011 – 15. Mai 2012
Eröffnung: 04. November 2011, 19 Uhr
Im Herbst 2011 widmet das Museum Ludwig der Künstlerin Cosima von Bonin (*1962) eine Ausstellung, die sich wie ein Work in Progress über vier europäische Städte entwickelt. Die Ausstellung beginnt in Rotterdam, wandert dann nach Bristol und weiter nach Genf. In der Heimatstadt der Künstlerin findet sie schließlich ihren Höhepunkt und dynamischen Abschluss. Mit dem für sie typischen lakonischen Humor wird Cosima von Bonin neue und ältere Werke kombinieren: von übergroßen Stofftieren bis zu genähten Bildern und minimalistischen Skulpturen. Auch architektonisch wird die Künstlerin in den hohen Oberlichtsaal des Museum Ludwig eingreifen. Von diesem Saal ausgehend breitet sich die Ausstellung über die umliegenden Räume bis in den öffentlichen Raum hinein aus.  
Kuratorin: Katia Baudin
 
"Vor dem Gesetz"
17. Dezember 2011 – 22. April 2012
Eröffnung: 16. Dezember, 19 Uhr
Die Ausstellung "Vor dem Gesetz" zeigt künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weisen und zu verschiedenen Zeiten auf den Menschen einlassen und versuchen, ihn als politisches Wesen auszumachen und zu positionieren. Sie verweisen dabei nicht auf spezifische Konflikte, sondern behandeln Themen, die das Menschsein an sich betreffen. "Vor dem Gesetz" betrachtet künstlerisches Handeln im existenzialistischen Sinne, und selbst in den zeitgenössischen Positionen klingt der Tenor der Nachkriegsjahre an. Die Erfahrung einer intensiven Unmittelbarkeit einerseits und die Reflexion über die conditio humana andererseits sind wesentliche Aus-gangspunkte der Ausstellung. Zu sehen sein werden sowohl aktuelle Arbeiten, unter anderem von Bruce Nauman, Pawel Althamer und Jimmie Durham, als auch Werke aus den 1950er Jahren, von Künstlern wie Ger-maine Richier, Reg Butler und Ossip Zadkine. Alle setzen sich auf subtile Weise mit der Verletzlichkeit des Menschen in einer Welt auseinander, in der das Konzept der Menschenwürde immer aufs Neue gefährdet ist.
Kuratoren: Prof. Kasper König, Dr. Thomas Trummer

[cs]

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