Kultur Bücher

buecher_pixabay_06032021

Symbolbild

Sozialwissenschaftlerin: Bücher verlieren stark an Bedeutung

Berlin | Die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan beobachtet die schwindende Bedeutung des Mediums Buch und ist für eine stärkere Förderung des digitalen Lesens.

"Wir erkennen tatsächlich, dass Kinder zunehmend weniger lesen, das liegt natürlich auch an den technischen Angeboten, an den virtuellen Angeboten, alles das, was wir vom Lesen kennen, dass Lesen nicht nur eine Kompetenz, dass man Buchstaben aneinanderreihen kann, sondern auch dafür da ist, einem neue Welten zu eröffnen", sagte sie am Samstag dem Deutschlandfunk. Das verschwinde zunehmend mehr und mehr in digitale Angebote.

"Kinder können über Spiele oder Filme sehr viel mehr dieses Gefühl von Immersion erleben, aus sich selbst heraustreten, in andere Figuren hinein. Das ist natürlich im Grunde genommen offenbar ein befriedigenderer Moment als das langsame Lesen, was wir noch von früher so wertgeschätzt haben", so die Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung. Die Zeit sei schneller geworden.

"Die Welt ist schneller geworden, und wir Älteren in dem Falle, die das langsame Lesen noch kennen, können unseren Kindern diesen Genuss gar nicht mehr glaubhaft vermitteln", argumentierte Foroutan. Ihre Prognose: "In zehn Jahren wird es kaum noch Bücher geben, so wie es keine Schallplatten mehr gibt. Das wird alles in ein digitales Konzept ausweichen, und wir, die sie haben, werden sie als Schmuckstück in unsere Regale stellen, immer wieder anschauen und uns freuen, dass wir diese Zeit noch kennengelernt haben."

Zurück zur Rubrik Bücher

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Bücher

hippe_cover_11032021

Ein literarisches Denkmal für eine starke Frau

Köln | Leicht hat es Gussy Fink nicht, als sie Anfang der 60er Jahre nach Köln zieht, um dort mit ihren beiden kleinen Kindern ein neues Leben zu beginnen. Die Frau, die zunächst nach dem Krieg aus dem schlesischen Breslau nach Frankfurt am Main fliehen musste, ist geschieden, alleinerziehend und auch noch evangelisch. Was das bedeutet merkt sie spätestens, als sie ihre Tochter im katholischen Köln für die Schule anmelden möchte. Auch die Nachbarn beäugen die Neue misstrauisch und stehen ihr von Anfang an ziemlich abweisend gegenüber. Die strengen gesellschaftlichen Normen stehen über allem – wer die falsche Kleidung zur falschen Jahreszeit trägt oder wer alleine als Frau ein Brauhaus betritt, wird gnadenlos an den Pranger gestellt.

Köln | Er war ein Mann im Exil in Köln: Khalid Al-Maaly, 1956 im Irak geboren, den er 1979 nach der Machtübernahme Saddam Husseins verließ. 1980 beantragte er in Deutschland Asyl, seit 1996 ist er deutscher Staatsbürger. Längere Zeit lebte er in Köln, wo er auch seinen Verlag gründete und als Schriftsteller in deutscher und arabischer Sprache Gedichte und Prosa verfasste und als Übersetzer arbeitete.

Köln | Zu einer rein digitalen Veranstaltung mit der Autorin und ZEIT-Redakteurin Anna Mayr lädt das Literaturhaus Köln ein. Am 10.03.2021 wird die Journalistin ihr Buch „Die Elenden. Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht" diskutieren. Ihre Behauptung: Armut ist politisch gewollt.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >