Kultur Kunst

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Die Arbeiten von Lisa Busche in der Kölner artothek.

„Tolerante“ – Ausstellung von Lisa Busche in der Kölner artorthek

„Die Freiheit des Künstlers ist auch immer die Freiheit des Betrachters“

Köln | Zunächst bestehen die Werke der Künstlerin aus wenigen reduzierten Strichen – so scheint es. Doch Busches Merkmal ist es, die Grenzen zwischen ihren Werken und der Umgebung, in der sie ausgestellt werden, aufzuheben. Wer sich auf Busches Kunst einlässt, hat die Chance, eigene geistige Begrenzungen zu überwinden und der Künstlerin in eines ihrer wichtigsten Themenfelder zu folgen: die künstlerische Freiheit. Busches Arbeiten sind in der Kölner artothek bis 22. Februar zu sehen.

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Die Künstlerin Lisa Busche vor einer ihrer Arbeiten in der artothek.

Lisa Busches Ausstellung „Tolerante“ ist vom 15. Januar bis 22. Februar 2020 in der artothek – Raum für junge Kunst zu sehen. Minimalistisch hat die Künstlerin grafische Elemente mit Sprühflaschen auf Leinwand und auf Acrylglas verarbeitet, Pinsel wurden bei dieser Ausstellung nicht verwendet.

Der Titel „Tolerante“ repräsentiert für Busche den Gedanken der „Handlungsfreiheit“, den sie auch anhand einiger Arbeiten verarbeitet, die in Form von nicht gerahmten Leinwandausschnitten leicht gewellt an der Wand hängen. „Das ist kein Rest, sondern eine Arbeit, die insbesondere den Raum mit einbezieht. Je nachdem, wo sie aufgehängt wird, verhält sich die Leinwand ganz unterschiedlich. Die Grenzen zwischen Werk und Umgebung verschwinden.“, erklärt die Künstlerin. Sie sammelt darüber hinaus Zitate und Augenblicke in einer Art Tagebuch, aus dem dann wie Puzzleteile Werke entstehen. Dies hat Busche auch in einer künstlerischen Broschüredokumentiert, die detaillierte Einblicke in die Arbeiten der Künstlerin gewährt und in der artothek käuflich angeboten wird.

Es gehe auch um Freiheit im Alltag und Freiheit auf dem Weg zur Arbeit. „So wie der Rhein, die Straßen und der Verkehr Schnittpunkte und Schichten auf dem Weg zur Arbeit bieten, so zeigen auch die Werke verschiedene Schichten.“, erklärt Astrid Bardenheuer, künstlerische Leiterin der artothek. Letztlich sei die Freiheit des Künstlers auch immer die Freiheit des Betrachters.

Eines der Merkmale Busches ist es, ihre Werke nicht allein auf eine Ausstellung abzustimmen, sondern insbesondere auch auf den Veranstaltungsraum. So finden sich Linien und Formen aus dem Veranstaltungsraum auch in ihren Werken wieder. „Das Bild ist wie ein Ausschnitt aus einer Wandarbeit.“, erläutert Busche. Häufig bringt die Künstlerin ihre Werke direkt auf den Wänden an. Im Fall der artothek war dies nicht möglich, da es sich um einen denkmalgeschützten Raum handelt. „Da war es für uns insbesondere spannend zu sehen, welche Möglichkeiten die Künstlerin für diese Ausstellung finden würde.“, sagt Bardenheuer. Dabei sei für die Künstlerin ein Novum entstanden, einige Werke befinden sich auf Acrylglas. „Da zeigen sich auch die Schatten hinter dem Werk, was wieder ganz neue Aspekte mit sich bringt“.

Lisa Busche, die ursprünglich aus Hamburg kommt, hat in Braunschweig „Freie Kunst“ studiert, 2018 hat sie u.a. im „Moscow Museum of Modern Art“ ausgestellt.

artothek Köln, Am Hof 50, 50667 Köln, Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 13 bis 19 Uhr,

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