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Kölner Sängerin Ina Krabes: Mit sieben Jahren gab es bereits die ersten eigenen Liedtexte

Die Kölner Sängerin Ina Krabes geht mit ihrer zweiten Single an den Start

Köln | Schon im frühen Kindesalter entschied sich Ina Krabes, Sängerin zu werden und verfasste ihre ersten eigenen Songtexte mit sieben Jahren. Mit der Band Miljö und der Ballade „Nie mih su jung wie hück Naach“ von dem Album „Wolkenstadt“ sorgte die Kölnerin 2017 für viel Aufmerksamkeit. Nun arbeitet die Sängerin an einer Solokarriere. Die erste Single „You know what“ wurde Ende Mai digital veröffentlicht. Nun ist Krabes gerade mit dem zweiten Song „Sing“ an den Start gegangen. Die nächsten Singles sind bereits in Vorbereitung.

Wie sind Sie zur Musik gekommen?

Ina Krabes: Das war ein langer Weg. Mit sieben Jahren habe ich die ersten Liedtexte im Probenraum meines Onkels geschrieben. Das erste Lied hieß „Doch Du liebst mich nicht“, da habe ich mich von Tic Tac Toe inspirieren lassen. Später waren junge Sängerinnen wie Joss Stone und Alicia Keys meine Vorbilder. Zunächst habe ich das Songschreiben noch geheim gehalten. Davon wussten nur mein Tagebuch und die Familie. Mit 13 folgten die ersten Gesangsstunden und Workshops bei der offenen Jazz-Haus-Schule Köln und bei der „the voice factory“, wo ich auch die ersten Auftritte hatte. Nach dem Abi habe ich eine Pause eingelegt und war an der Uni Osnabrück im Fach „Europäische Studien“ eingeschrieben.

Dann sind Sie aber wieder zur Musik zurückgekehrt?

Krabes: Ja, auf die Bühne wollte ich schon immer. Aber die eigenen Songs zu präsentieren, habe ich mir zunächst noch nicht zugetraut. So bin ich zum Cover-Geschäft gekommen und habe als Eventsängerin gearbeitet. Aber irgendwann wollte ich auch meine eigenen Sachen präsentieren. Dafür habe ich inzwischen tolle Menschen kennengelernt, die mich dabei unterstützt haben. Und jetzt sind die ersten beiden Singles veröffentlicht.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Miljö?

Krabes: Die Jungs kannte ich von der IGS Holweide. Sie waren drei Jahrgänge über mir und Mike war viel bei uns in der Bruder-Klaus-Siedlung unterwegs. Da haben wir uns angefreundet. Später hat mich die Band wegen eines Auftritts in der Volksbühne angefragt. Das war ein Unplugged-Konzert. Später kam die Zusammenarbeit beim Song „Nie mih su jung wie hück Naach“.

Und jetzt steht die Solokarriere im Mittelpunkt?

Krabes: Begonnen hat alles mit einem Konzert, bei dem ich neben Coversongs auch zwei eigene Lieder im Programm hatte. Dann folgte die Zusammenarbeit mit Tobias Keil von Neuton. Er hat meine erste Single arrangiert. Dafür hatte ich ihm nur den Text und die Musik übers Handy zukommen lassen und er hat daraus den fertig Song gemacht. Als Produzent und Arrangeur ist auch David Joris im Team, mit dem ich gemeinsam Songs auf den Weg gebracht habe. Ziel ist es, alle sechs Wochen neue Songs zu veröffentlichen, bis wir genug Material für das Debütalbum zusammen haben. Der nächste Termin für eine neue Single ist der 21. August. Wir arbeiten auch gerade an einem Video, außerdem gibt es Ende August ein Klassenkonzert in der Volksbühne mit meiner früheren Gesangslehrerin Yana Kris.

Wie entstehen die Songs?

Krabes: Meist existiert zuerst die Melodie, ein Satz oder ein Thema, zu dem ich einen Song machen möchte. Das kommt einfach über mich – im Auto, unter der Dusche oder am Klavier. Wirklich planen kann man das nicht.

Wie schwer ist es, in Corona-Zeiten eine Solokarriere als Musikerin zu starten?

Krabes: Für mich ist es ein guter Zeitpunkt, um kreativ zu sein. Man wird nur wenig abgelenkt und hat genügend Zeit, die Songs wirklich rundzumachen. Was mir fehlt, ist das live auf der Bühne zu stehen, mit Kollegen unterwegs zu sein und das Feedback aus dem Publikum zu bekommen. Ein paar Jobs hatte ich aber inzwischen schon wieder.

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