Politik Nachrichten Bundestagswahl 2013

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Volker Görzel, FDP-Direktkandidat im Wahlkreis Köln III

Kölner Direktkandidaten im Interview: Volker Görzel – „Unser Staat ist kein Selbstbedienungsladen“

Köln | In Interviews stellen sich die Kölner Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2013 den Lesern von report-k.de vor. Volker Görzel kandidiert für die FDP im Wahlkreis Köln III. Er wurde in Siegen geboren und ist seit 2000 Sozius in einer Rechtsanwaltskanzlei in Köln. Darüber hinaus ist er seit 2009 Mitglied im Kölner Stadtrat.

Report-k.de: Die Wahl des Direktmandats ist auch eine persönliche Wahl. Stellen Sie sich unseren Lesern bitte kurz vor.

Volker Görzel: Ich wurde 1970 in Siegen geboren. Mein Jura-Studium absolvierte ich in Kiel, London und Chicago. Seit 2000 bin ich Sozius einer Rechtsanwaltskanzlei in Köln. Ich lebe mit meiner Familie in der Gartenstadt Köln-Longerich.

Warum haben Sie sich für eine politische Laufbahn entschieden? Wie bekommen Sie Ihren Beruf und die Politik unter einen Hut? Was reizt Sie am Bundestagsmandat?

Ich bin seit jeher ein politischer Mensch. Mich reizt es, für eine Überzeugung zu streiten. Nach Lösungen zu suchen. Ich will das Feld nicht anderen überlassen. Unser Staat ist kein Selbstbedienungsladen für bestimmte, gut organisierte Klientel. Familie, Beruf, Politik und Hobbies bekomme ich nur durch striktes Zeitmanagement in Griff. Oftmals schwierig genug.

Was wollen Sie in Berlin für Schwerpunkte setzen?

Als Wirtschaftsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht beschäftige ich mich täglich mit Themen wie Mindestlohn, Befristung oder Leiharbeit. Meine Erfahrungen an der Praxisfront bringe ich gerne zur Versachlichung der Diskussion ein.

Zudem liegen mir die Freiheits- und Bürgerrechte in unserer offenen Gesellschaft sehr am Herzen. Es kann nicht angehen, dass der gesunde Menschenverstand durch eine vermeintlich objektive moralische Wahrheit schach-matt gesetzt wird: Stichwort: Rot-grünes Nichtrauchergesetz oder geheimdienstliche Datenausspähung. Wohin soll das noch führen, wenn wir weder unbefangen privat rauchen dürfen noch Freunden E-Mails senden können - ohne gleich unter Verdacht zu stehen?

Was möchten Sie in Berlin für Köln erreichen?

Köln ist die größte Stadt im wichtigsten Bundesland Deutschlands. Wir müssen dieser Stellung gerecht werden. Wir müssen den Kölnern Chancen bieten. Hierfür brauchen wir attraktive Rahmenbedingungen wie Lebensqualität, Wohnraum, gute Jobs und eine intakte Infrastruktur. (Leider kann man den Aufstieg des FC ja nicht beschließen- aber auch der steigt nur auf, wenn Rahmenbedingungen, Spieler und Fans zueinander passen).

Viele Kommunen, darunter auch Köln, sind hoch verschuldet. Wie muss die finanzielle Situation der Kommunen verbessert werden und wie wollen Sie sich hier für Köln einbringen?

Als Ratsmitglied kenne ich den Haushalt der Stadt Köln genau. Es gilt schlichte Mathematik: Man kann nur so viel ausgeben, wie man einnimmt. Wir haben in Köln Rekordeinnahmen. Also müssen wir an die Kosten ran. Es gilt aber auch: Wenn das Land oder der Bund bestellen, müssen die auch zahlen. Das gilt vor allem im Bildungs- und Sozialbereich.

Weitere Kandidaten im Wahlkreis Köln III:

Rolf Mützenich, SPD: "Das Bundestagsmandat ist Verpflichtung und Auftrag zugleich" >>>

Katharina Dröge, Grüne: "Ich will ein gerechtes Konzept unserer Gesellschaft gestalten" >>>

Michael Weisenstein, Die Linke: "Die bestehenden Verhältnisse sind zu überwinden" >>>

Thomas Hegenbarth, Piraten: "Ohne Idealismus und Leidensfähigkeit ist politisches Engagement nicht denkbar" >>>

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Jetzt schon notieren: 22. September 2012 ab 17 Uhr report-k.de Live-Ticker zur Bundestagswahl mit starkem Blick und Fokus auf Köln und in Echtzeit allen Daten, Fakten und Stimmen aus Deutschland und NRW.
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