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Paketversandsteuer gefordert: Kommunen erwarten Wandel der Innenstädte

Berlin | Angesichts der zunehmenden Verödung der Innenstädte erwartet der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine strukturelle Veränderung der Stadtzentren. "Die Innenstadt von morgen oder von übermorgen wird eine ganz andere sein", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Sender Phoenix. Die Kommunen fordern eine Paketversandsteuer.

"Natürlich wird es da immer noch Einzelhandelsgeschäfte geben. Aber es wird Kultur geben, es wird mehr Wohnen geben, mehr Kunst, mehr Handwerk, mehr Bildung, und ganz sicher auch mehr Grün und mehr Wasser." Um dies umzusetzen, seien umfassende Projekte nötig und ein Dialog mit den Bürgern, wie diese sich die Innenstadt der Zukunft vorstellten. Trotz negativer Rahmenbedingungen wie zunehmender Hitze und wachsendem Onlinehandel gebe es "eine Sehnsucht, sich in der Innenstadt zu treffen, sich zu begegnen, sich sicher zu fühlen".

Mit der Lockerung der Corona-Regeln zeige sich: "Die Innenstädte sind wieder voll", so Landsberg. Er warnte erneut vor einer Verödung der Innenstädte. "Wir müssen damit rechnen, dass 100.000 Einzelhandelsgeschäfte nicht wieder eröffnen oder schließen."

Der Ortskern sei die Seele einer Stadt. "Wenn das weiter verödet, ist das für Menschen schlecht, für die Wirtschaft schlecht, aber insbesondere auch für die betroffenen Städte und Gemeinden." Der Städte- und Gemeindebund plädiere daher für eine Paketversandsteuer, die für Investitionen in die Innenstädte genutzt werden soll.

So könnten auch große Versandhändler ihren Beitrag für eine bessere städtische Infrastruktur leisten.

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