Politik Nachrichten Politik NRW

NRW-Ministerien fordern vom Bund mehr Unterstützung für Ruhrgebiet

Düsseldorf | Die Ministerien des von CDU und FDP regierten Nordrhein-Westfalen haben von der künftigen Bundesregierung in einem gemeinsamen Papier mehr Unterstützung für das Ruhrgebiet gefordert, zur Not auch zulasten des ländlichen Raums. Das berichtet die "Rheinische Post" (Donnerstagsausgabe). In dem rund 50-seitigen Dokument heißt es demnach: "Regionen mit besonderem Entwicklungsbedarf - vor allem das Ruhrgebiet - brauchen Strukturperspektiven."

Weiter heißt es: "Eine Ausdehnung/Schwerpunkt der Förderung auf regionale Daseinsvorsorge in in strukturschwachen Regionen und `ländlichen Räumen` als neue Kulisse der Gemeinschaftsaufgabe sollte unterbleiben, da ansonsten das Ruhrgebiet weiter benachteiligt würde." Ein NRW-Regierungssprecher bestätigte auf Anfrage der Zeitung, es handele sich bei dem Papier um "eine Sammlung von Meldungen aus den Ressorts für mögliche Punkte bei den Koalitionsverhandlungen". So werden darin unter anderem auch finanzpolitische Wünsche für die Jamaika-Sondierungen in Berlin formuliert.

Demnach soll die Abschaffung des Solidaritätszuschlags nur schrittweise erfolgen. Eine "Bürgerversicherung" wird abgelehnt, die Mütterrente soll nicht auf die Grundsicherung angerechnet, die Rentenansprüche von Geringverdienern sollen aber aufgestockt werden. Im Bereich der Migrationspolitik soll es dem Papier zufolge künftig eine "vollständige Übernahme der Kosten der Länder für die Unterbringung, Versorgung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern durch den Bund" geben.

Für mehr Sicherheit soll etwa die Überwachung von Telekommunikation auch für "die Strafverfolgung von qualifiziertem Einbruchdiebstahl" möglich werden, wie es in dem Papier weiter heißt.

Zurück zur Rubrik Politik NRW

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik NRW

pol_05022015c

Düsseldorf | Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat den Widerstand gegen das neue Polizeigesetz offenbar unterschätzt.

Düsseldorf | NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) will alle 128 Messstellen für Luftschadstoffe in NRW überprüfen lassen. "Die Messstellen müssen in Bereichen mit hohen Belastungen an einem repräsentativen Messpunkt aufgestellt werden", sagte die CDU-Politikerin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochsausgabe). Es gebe immer wieder Diskussionen über die Standorte.

Düsseldorf | Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat ein neues Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut aufgelegt. Mit Unterstützung aus EU-Fördertöpfen stehen den Kommunen ab sofort bis zu acht Millionen Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS