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Patienten in NRW droht Reha-Engpass

Düsseldorf | Bei der medizinischen Rehabilitation (Reha) zeichnet sich ein Versorgungsengpass in NRW ab. Das berichtet die "Rheinische Post" (Montagsausgabe). Einer stark gestiegenen Nachfrage nach Maßnahmen, die zum Beispiel nach schwerer Krankheit oder Operationen die schnelle Gesundung der Patienten unterstützen sollen, steht demnach eine rückläufige Zahl an Fachkräften gegenüber.

So stieg die Zahl der ambulanten Reha-Maßnahmen in NRW von 2010 bis 2017 nach Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums um rund 30 Prozent - von 29.457 auf 38.361. Die Zahl der stationären und kliniknahen ambulanten Maßnahmen stieg um knapp sieben Prozent von 194.801 auf 207.833. Die Zahl der Pflegekräfte in den Vorsorge- und Reha-Einrichtungen des Landes ist gleichwohl rückläufig: laut Gesundheitsministerium von 4.201 im Jahr 2015 auf 4.137 im Jahr 2017 mit weiter sinkender Tendenz. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte der Zeitung: "Der Fachkräftemangel macht auch vor den Einrichtungen der Rehabilitation nicht Halt. Das betrifft beispielsweise den Pflegeberuf, aber natürlich auch Ergo- und Physiotherapeuten."

Claudia Middendorf, Patientenbeauftragte des Landes, warnte: "Unabhängig von einzelnen Fachbereichen stellt ein Fachkräftemangel immer einen Nachteil für die Patienten dar. Dieser hat nicht selten zur Folge, dass dem Personal weniger Zeit für die Patienten zur Verfügung steht."

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