Sport Handball

Am Sonntag Handball in der Lanxess Arena

Köln | Die Saison 2016/17 ist gestartet - und das gleich mit einigen faustdicken Überraschungen, wenn man nur an den klaren Auswärtssieg des TSV Hannover-Burgdorf in Göppingen oder den Sensations-Coup des Aufsteigers HSC 2000 Coburg beim hochgehandelten MT Melsungen denkt. Am Dienstag ging es dann gleich weiter mit dem nächsten Paukenschlag in Form des Wetzlarer Erfolges gegen den THW Kiel. Die stärkste Handball-Liga der Welt macht ihrem Namen also wieder alle Ehre, und in dieser Saison scheint einmal mehr fast alles möglich zu sein. Bergischer HC - VfL Gummersbach (Sonntag, 15 Uhr, Lanxess-Arena Köln).

Und gleich am zweiten Spieltag kommt es in Köln zum ewig spannenden „bergischen Derby“ zwischen dem Bergischen HC und unserem VfL Gummersbach. „Wir freuen uns sehr auf ein Derby und eine tolle Atmosphäre auf so etwas wie neutralem Boden“, erklärte VfL-Trainer Emir Kurtagic, der am Sonntag auf die Unterstützung möglichst vieler Gummersbacher Fans hofft. Die Blau-Weißen gehen gestärkt durch einen 26:19-Auftaktsieg gegen eine zugegeben stark ersatzgeschwächte HBW Balingen-Weilstetten in die Partie, mehr aber auch nicht. „Unsere Leistung hat gereicht, um Balingen an diesem Tag zu schlagen“, schränkt Kurtagic gleich ein, denn die Leistung seiner Jungs war durchaus ausbaufähig. Dies ist allerdings auch am ersten Spieltag kaum anders zu erwarten, zumal auch in der Vorbereitung immer wieder Spieler gefehlt haben und bislang kein Verein so recht wusste, wo er steht.

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Gummersbach | Was zunächst befürchtet wurde, ist nun traurige Gewissheit. Eingehende Untersuchungen haben ergeben, dass sich Simon Ernst das vordere Kreuzband gerissen hat und somit für mehrere Monate ausfallen wird. Damit fehlt der Rechtshänder nicht nur in den anstehenden Qualifikationsspielen des DHB, sondern er verpasst zudem den Saisonstart des VfL Gummersbach. Der 39-fache Nationalspieler zog sich die Verletzung während des Trainings beim Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft zu.

Lemgo | Der VfL Gummersbach unterlag in der ausverkauften Lipperlandhalle dem heimischen TBV Lemgo knapp mit 31:32. TBV Lemgo - VfL Gummersbach 32:31 (15:13).

Gummersbach | Was für eine dramatische Schlussphase in der ausverkauften SCHWALBE arena. Nur die eingefleischten VfL-Fans hätten wohl daran geglaubt, dass ihre Spieler am heutigen Abend noch jubeln können. Zu clever und abgeklärt agierte der frisch gebackene EHF-Pokalsieger und zu fehlerhaft agierten die Gummersbacher zum Teil in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit. Die Gastgeber versuchten alles, aber das war manchmal eben auch zu viel des Guten. Göppingen hingegen hatte zunächst immer die passende Antwort parat. Vor allem die Rückraumschützen Adrian Pfahl und Daniel Fontaine waren von der VfL-Deckung nie ganz auszuschalten. Dennoch brachten Andreas Schröder mit dem 11:13 (36.) und Simon Ernst mit dem 12:14 (38.) ihr Team zweimal auf zwei Treffer heran. Damit dürfte der VFL Gummersbach aller Wahrscheinlichkeit nach den Klassenerhalt geschafft haben.

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