Sport Handball

VfL kommt in Lemgo unter die Räder

Köln | In seinem dritten Saisonspiel hat der VfL Gummersbach am Donnerstagabend in der PHOENIX CONTACT arena die dritte Niederlage kassiert. Gegen den TBV Lemgo Lippe setzte es für die Gummersbacher ein deutliches 16:30 (7:15). Vor 2.647 Zuschauern lieferten die Gummersbacher eine desolate Vorstellung. Nach einem forschen Start verloren die Oberbergischen ab Mitte der ersten Halbzeit jede Bindung zum Spiel und blieben in der zweiten Halbzeit chancenlos. Die Lemgoer dominierten Spiel und Gegner nach Belieben und nutzten die Schwächen der Gummersbacher gnadenlos aus.

Zunächst kamen die Oberbergischen, anders als in Erlangen, hellwach aus der Kabine und legten eine gute körperliche Präsenz an den Tag. Mit einem schönen Unterarmwurf von Pouya Norouzi erzielte der VfL in der vierten Minute die 2:0-Führung. In der Abwehr waren die Gummersbach nah am Gegenspieler und verhinderten so ein kontrolliertes Aufbauspiel der Lemgoer. In einem flotten Spielbeginn ließen beide Teams die ein oder andere Chance liegen, so dass sich eine ausgeglichene Anfangsphase entwickelte. Nach Fehlwurf von Stanislaw Zhukov verpasste der TBV Lemgo Lippe beim Spielstand von 4:4 dank fünf Paraden – darunter zwei Doppelparaden – von VfL-Keeper Matthias Puhle in der zwölften bis 15. Minute die Chance zur ersten Führung.

In dieser Spielphase zeigten sich beide Angriffsreihen mit Unsicherheiten und ohne das richtige Händchen für den Abschluss. So dauerte es bis zur 17. Minute, ehe die Lemgoer Gummersbach doch mit 5:4 in Rückstand brachten. Für die Hausherren war dies wie ein Befreiungsschlag. Innerhalb von zwei Minuten erhöhten die Lemgoer auf eine Drei-Tore-Führung (4:7, 19. Minute). Der VfL kam dagegen in der Offensive kaum noch in Tritt. Ivan Martinovic verkürzte den Abstand in der 20. Minute noch einmal auf 5:7, ehe der TBV endgültig davonzog. Nur noch zwei Tore erzielte der VfL in Halbzeit eins, während die Lemgoer innerhalb von zehn Minuten noch acht Treffer markieren konnten. Mit einem herben 7:15-Rückstand ging es für den VfL in die Halbzeitpause.

Durch die Unzulänglichkeiten in Hälfte eins verunsichert präsentierten sich die Gummersbacher auch nach dem Seitenwechsel ohne Power und Selbstvertrauen. Das ein oder andere schöne Anspiel an den Kreis fand nur selten, wie in der 35. Minute beim 8:17 durch Moritz Preuß, den Weg ins Tor. Mut- und ideenlos verloren die Gummersbacher komplett den Faden und ließen sich von der Heimmannschaft vorführen. In der 39. Minute ging der TBV bereits mit zwölf Toren in Front (8:20). Auch in der Defensive gewannen die Gummersbacher kaum noch Zweikämpfe. Vorne kam der VfL nur noch durch Einzelaktionen zum Zug. In der 44. Minute erspielte sich Martinovic eine Lücke in der kompakten TBV-Abwehr und erzielte das 11:22. In der 48. Minuten kamen die Gummersbacher erstmals mit 14 Treffern in Rückstand (11:25) und zeigten in der Folge kaum noch Gegenwehr. So musste sich der VfL auch nach 60 Minuten mit einem Minus von 14 Treffern geschlagen geben. Endstand war 16:30.

Durch drei Niederlagen in den ersten drei Spielen der Saison ist der Fehlstart in der Handball Bundesliga für den VfL Gummersbach perfekt. Nach der Heimpartie in Hannover, die allen Fans Mut machen konnte, lieferten die Gummersbacher auswärts in Erlangen und Lemgo bei weitem nicht ihre Leistung ab und steckten entsprechend hohe Niederlagen ein. Für die kommende Partie in der heimischen SCHWALBE arena am kommenden Sonntag muss sich der VfL etwas einfallen lassen, um die Selbstsicherheit zurückzugewinnen, um gegen Stuttgart eine Chance auf die ersten Punkte zu wahren.

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Köln | Am 22. Spieltag der Handball-Bundesliga hat der VfL Gummersbach gegen den THW Kiel vor fast ausverkaufter Halle in der SCHWALBE arena den Kürzeren ziehen müssen. Am Donnerstagabend kamen die Oberbergischen gegen den Rekordmeister nicht über ein 22:35 (8:20) hinaus. 4.022 Zuschauer sahen von Beginn an ein Spiel, das seiner klaren Rollenverteilung gerecht wurde. Wie in den ersten beiden Pflichtspielen des Jahres blieb der VfL erneut unter der Zehn-Tore-Marke im ersten Durchgang und wirkte über die gesamte Spielzeit gegen einen übermächtigen Gegner aus dem Norden sichtlich überfordert.

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