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Ausdauersport gegen Demenz: Ford-Laufgruppe schafft Bewusstsein für die Krankheit

Köln | Demenz ist zwar nicht heilbar, das Fortschreiten der Krankheit kann Experten zufolge aber durch bestimmte Einflüsse verzögert werden. Einen positiven Effekt auf das Gehirn und damit auf die Krankheit kann beispielsweise körperliche Bewegung haben. Diesen Umstand macht sich eine Laufgruppe zu Nutze, die Mitarbeiter der Einkaufsabteilung der Ford-Werke GmbH ins Leben gerufen haben. Gemeinsam mit dem Demenz-Servicezentrum Region Köln und das Südliche Rheinland (DSZ) und unter dem Titel „Laufen verbindet“ findet am Fühlinger See einmal pro Woche ein Lauftreff für Menschen mit und ohne Demenz statt.

„Durch Ausdauersport kann die geistige Leistungsfähigkeit verbessert werden, da das Gehirn besser durchblutet wird und es zu einer gesteigerten Gehirnaktivität kommt. Damit kann der Krankheitsverlauf durchaus verlangsamt werden", so Professor Frank Jessen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Köln. Es sei zudem nachgewiesen, dass durch regelmäßige körperliche Bewegung auch der Krankheit vorgebeugt werden könne, erklärte der Mediziner im Rahmen einer Vortragsreihe, die begleitend zum Laufprojekt stattfindet.

Die Lauftreffs, bei denen Mitarbeiter des Automobilherstellers gemeinsam mit Ford-Pensionären und Demenzkranken trainieren, finden unter professioneller Anleitung statt. Am 11. September werden 50 Läufer am 36. Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln teilnehmen. Bei dem Lauf können verschiedene Distanzen gelaufen werden - die Gruppe habe sich für die Strecke über 6,5 Kilometer entschieden.

„Auch wenn wir ursprünglich Ford-Mitarbeiter und unsere Pensionäre als Teilnehmer angesprochen haben, sind unsere regelmäßigen Lauftreffs grundsätzlich offen für jeden mit und ohne Demenz“, sagte Uwe Pfeiffer, Einkaufsdirektor der Ford-Werke GmbH, der Schirmherr der Initiative ist. Interessierte können sich ohne Anmeldung der wöchentlichen Laufgruppe anschließen: Gelaufen wird jeden Dienstag um 17 Uhr. Der Treffpunkt ist am Fühlinger See auf Parkplatz Eins an
der Regatta-Bahn.

„Uns ist es bei dem Projekt wichtig, nicht nur gemeinsam Sport zu treiben, sondern auch eine Plattform zu bieten, über die sich Gesunde, Erkrankte und Angehörige von Betroffenen austauschen können. Damit möchten wir mehr Bewusstsein für die Krankheit schaffen“, erklärte Pfeiffer. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Kölner Ford-Händler R&S Mobile, der Ford Freizeit Organisation (FFO),der Pronova BKK und vom ASV Köln.
Für die Gesundheit und den Krankheitsverlauf förderlich sei dabei nicht nur die sportliche Betätigung. Auch, dass die körperliche Aktivität in der Gruppe stattfindet, habe viele Vorteile - für gesunde wie erkrankte Menschen: „Gemeinsam aktiv zu sein, hat einen motivierenden Effekt. Zudem kann auch die soziale Interaktion das Gehirn anregen, was sich ebenfalls positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken kann“, so Professor Jessen.

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