Die Fastenzeit hat ihren Ursprung im Mittelalter. Mit ihr soll an Jesus Christus selbst erinnert werden. Dieser fastete laut Bibel 40 Tage lang in der Wüste, bevor er mit der Verbreitung seiner Lehre begann. Die Gläubigen sollen die Zeit nutzen, um den Geist zu stärken, Buße zu tun und sich auf das Osterfest vorzubereiten. Ursprüglich begann das Fasten an einem Mittwoch sechs Wochen vor Ostern. Im frühen 11. Jahrhundert entschloss sich die Kirchenführung jedoch den Sonntag vom Fasten auszunehmen. Seither enden die Karnevalsfeierlichkeiten am Dienstag nach dem siebten Sonntag vor Ostern. Die Fastenzeit umfasst 46 Werktage und endet am Karsamstag.

Aschekreuz und Fischessen leiten die Besinnungszeit ein
Somit erklärt sich auch der Begriff Fastelovend für den Kölner Karneval, es ist schlicht der Abend vor dem Fasten. Mittlerweile wird aber die gesamte Karnevalszeit mit dem Begriff umschrieben und nicht nur der Veilchendienstag. Dieser endet in vielen Kölner Kneipen mit der Verbrennung des Nubbel, der Stoffpuppe, die symbolisch all jene Verfehlungen und kleine Süden der Jecken auf sich geladen hat.

Am Aschermittwoch wiederum versammeln sich viele Kölner zum Fischessen. Auch dies ist ein Zeichen für Verzicht, in diesem Fall auf Fleisch. Zudem war der Fisch seit den frühen Tagen ein Erkennungszeichen für Christen. In römischer Zeit konnten sich die Anhänger der verbotenen neuen Religion so gegenseitig erkennen, ohne von den römischen Machthabern entdeckt zu werden. Seinen Namen bekam der Mittwoch durch den christlichen Brauch den Gläubigen mit gesegneter Asche ein Kreuz auf die Stirn zu malen.

[bb]

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