Köln | Die Landesregierung NRW freut sich über „kreative“ Kommunen, die bei „Diskomusik und alkoholfreien Getränken“ impfen. So formuliert es Landesgesundheitsminister Laumann, der einen Wendepunkt der Impfkampagne sieht. Jetzt ist genug Impfstoff da, aber die Nachfrage nach Impfungen ist rückläufig.

Die Landesregierung NRW ruft eine Woche des Impfens ab kommenden Montag, 12. Juli, aus. Die Kreise und kreisfreien Städte sind aufgerufen möglichst niedrigschwellige Impfangebote ohne Termine etwa an hochfrequentierten Straßen und Plätzen anzubieten. Das Land werde, so das Gesundheitsministerium NRW, dabei unbürokratisch unterstützen. In den Impfzentren seien Impfungen ohne Termin möglich. Für Impfungen, die eigentlich weit näher liegen, bei den Hausärzten, macht das Gesundheitsministerium NRW keine Werbung, obwohl diese um die Ecke praktizieren, wo die Menschen wohnen.

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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Wir haben den Wendepunkt der Impfkampagne erreicht: In den vergangenen Wochen und Monaten haben die begrenzt verfügbaren Impfdosen das Impfgeschehen gebremst. Das hat sich inzwischen geändert. Nun sind genügend Impfdosen vorhanden. Jeder ab 16 Jahren kann sich daher nun auf vielfältigen Wegen impfen lassen. Wir wollen maximale Flexibilität schaffen. Und auch die Kreise und kreisfreien Städte dürfen gerne kreativ werden. Einige sind bereits mitten in den Planungen. Es gibt bereits Städte, die bei Diskomusik und alkoholfreien Cocktails impfen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Genauso muss es laufen.“

Das Gesundheitsministerium spricht von rund 80.000 Impfungen pro Tag in NRW. Dennoch gebe es in den Impfzentren eine rückläufige Nachfrage. In der kommenden Woche stünden dort landesweit rund 300.000 Termine zur Verfügung.

Autor: red

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