Der Ausschnitt aus einer Infografik der Deutschen Bahn zeigt die Planungen zur Wiederherstellung der Bahnstrecke Köln-Trier nach der Flutkatastraophe. Quelle: Deutsche Bahn

Köln | Bei den Starkregenereignissen um den 14. Juli und die daraus resultierenden Überflutungen wurde die Eifelstrecke der Deutschen Bahn zwischen Köln und Trier stark in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt hat die Deutsche Bahn einen Zwischenstand bekannt gegeben. Das Fazit: Es dauert.

Die Eifelbahn in NRW

In Nordrhein-Westfalen fährt die Voreifelbahn wieder im Abschnitt zwischen Bonn und Rheinbach, aber noch nicht wieder nach Euskirchen. Die Deutsche Bahn plant, dass die Züge Mitte 2022 wieder bis Euskirchen rollen können. Von Köln aus gesehen können die Fahrgäste seit September wieder von Hürth-Kalscheuren bis Euskirchen fahren. Im kommenden Frühjahr soll dann die Strecke Euskirchen-Mechernich ergänzt werden. Dazu sollen jetzt noch in diesem Monat die Arbeiten am Bahnhof Satzvey starten. Die Bahn prognostiziert, dass bis zum Sommer 2022 wieder der Abschnitt bis Kall befahrbar sei, sowie die Strecke Rheinbach und Euskirchen.

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Aber bis die Eifelbahn wieder bis Trier durchfahren kann, das dauert noch mehrere Jahre. So plant die Deutsche Bahn bis Ende 2023 eine Erneuerung der Strecke zwischen Kall und Nettersheim. Die Eisenbahnüberführung Urftfluss bei Sötenich müsse komplett neu errichtet werden und die Bahndämme seien an vielen Stellen weggespült. Zudem soll die Stellwerkstechnik an der Eifelstrecke komplett erneuert werden. Die Elektrifzierung, wie sie der Kölner FDP-Bundestagsabgeordnete Reinhard Houben fordert, setzt die Bahn noch nicht um. Houben verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Güterverkehr. Denn etwa 450 LKW fahren alleine das Mineralwasserhersteller Gerolsteiner pro Tag an. Ein Teil dieses Güterverkehres könnte auch die Schiene.

In Rheinland-Pfalz

Bis Ende des Jahres wird die Strecke Ehrenang und Auw an der Kyll der Eifelbahn wieder ans Netz gehen und erste Züge sollen im Probebetrieb rollen. Der Transport von Fahrgästen ist dann wieder ab Anfang des kommenden Jahres geplant. Im Frühjahr 2022 soll der Abschnitt bis Kyllburg saniert werden und im Sommer 2022 der Abschnitt Kyllburg-Gerolstein. Später dann auch bis Nettersheim.

Wie viel Zeit ins Land gehen wird, bis die Eifelstrecke wieder ihren regulären Betrieb zwischen Trier und Köln aufnehmen kann, bleibt auch nach dem aktuellen Zwischenstand offen. So schreibt die Deutsche Bahn: „Die Dauer für die vollständige Wiederherstellung der Bahnübergänge in Rheinland-Pfalz sowie aller Strecken und Bauwerke in Nordrhein-Westfalen können die Fachleute derzeit noch nicht abschließend beziffern.“

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