Kultur Kunst

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Bürgermeisterin Scho-Antwerpes (Mitte, 3. von links), Dr. Ulrich Soénius, IHK (Mitte, 2. von rechts), Brigitte Hartung vom Armutsnetzwerk und die Künstler Mauel, Burgj, Rösler-Langena bei der Ausstellungseröffnung „Kunst hilft geben“ in der IHK Köln.

Benefizaktion gegen Armut in der IHK Köln: „Kunst hilft geben“

Köln | In der IHK kann sich jeder Bürger ab heute die Ausstellung „Kunst hilft geben“ anschauen und bei Interesse Werke kaufen. Sinn und Zweck der Ausstellung ist es nicht nur auf die Armut aufmerksam zu machen, sondern auch dagegen anzugehen.

61 Künstler, Prominente und Kunstsammler haben auf Profit verzichtet und ihre Werke verschenkt. Zugute kamen die Gemälde, Fotografien, Zeichnungen und Skulpturen der Benefizaktion „Kunst hilft geben – für Arme gegen Hunger“. Dirk Kästel, Initiator der Benefizaktion, ringte während der Ausstellungseröffnung in der IHK um Fassung: „Mir geht es gut. Ich habe immer Glück gehabt aber selbst meine elfjährige Tochter weiß, dass es Menschen gibt, denen es nicht gut geht.“ Dies war wohl auch einer der Gründe warum Kästel zu der Idee einer Benefizaktion für Arme kam. Top Galleristen und Profis wurden angesprochen und nach und nach kamen auch unbekanntere Künstler hinzu. Die Ausstellung mit dem Thema Armut besteht aus über 170 Kunstwerken. Ausgestellt sind sowohl namenhafte als auch weniger namenhafte, wie auch den Betroffenen selbst.

Ein Tropfen auf dem heißen Stein kann dennoch helfen

Auch die Kölner Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes war bei der Eröffnung anwesend, begeistert von der Idee und erklärte das Konzept folgendermaßen: „Die Künstler stellen Werke kostenlos zur Verfügung. Der Reinerlös geht an Menschen die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“. Es sei zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber die Bemühungen sind wichtig, meint Scho-Antwerpes.

Beuys, Grass, Kollwitz, Baumgärtel, Anders und Co

Über vier Etagen hin erstreckt sich die Ausstellung „Kunst hilft geben“, doch längst nicht alle Werke sind hier zu bestaunen, aufgrund Platzmangels. In einem ausgestellten Katalog können die restlichen Werke unter die Lupe genommen werden. Eines der Highlights für Kästel und Scho-Antwerpes ist der dunkle und bedrückende Druck von A.R. Penck. Dahingegen geht es sonnig auf Uwe Anders Werk „Zwei Seiten einer Großstadt“ zu, zumindest auf der Vorderseite. Dreht man das Gemälde um, so erscheint eine Bettlerin. Auch drei beeindruckende Schwarz-Weiß Fotografien von August Sander aus den 20er Jahren befinden sich im Repertoire der Ausstellung. Unter dem Thema  „Handlanger“ wurden Arbeiter scharf portraitiert. Auch Beuys, Grass und Käthe Kollwitz sind hier vertreten. Sollte man jedoch mehr Interesse an der Modernen Kunst haben so gibt es beispielsweise von Thomas Baumgärtel eine Fußballbanane. Jeder Kunstliebhaber wird hier wohl etwas finden und damit Gutes tun können.

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