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Rund 800 Beamte haben am heutigen Dienstag Razzien in 20 Städten durchgeführt.

Razzia gegen Osmanen Germania BC

Polizeibeamte haben am heutigen Dienstag in mehreren Bundesländern eine Razzia gegen den Verein „Osmanen Germania BC“ gestartet. In Nordrhein-Westfalen nahmen rund 800 Einsatzkräfte an der Durchsuchungsaktion teil.

Düsseldorf | Wie das nordrhein-westfälische Landesinnenministerium am gleichen Tag bekannt gab, fanden die Durchsuchungen neben NRW auch in den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen statt. In NRW gab es in 20 Städten Razzien, darunter auch in der größten NRW-Kommune, in Köln. Die Razzien sind Teil von vereinsrechtlichen Ermittlungsmaßnahmen des Bundesinnenministeriums (BMI). Es besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins gegen Strafgesetze verstoßen.

„Ich freue mich, dass der Bundesinnenminister so konsequent gegen kriminelle Rockerbanden vorgeht. Das liegt voll auf unserer nordrhein-westfälischen Null-Toleranz-Linie. Nach meinem ersten Eindruck hat die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in diesem Fall außerordentlich gut funktioniert. Wir beobachten die Szene sehr genau und lassen uns von diesen Organisationen nicht blenden“, erklärte Innenminister Herbert Reul.

Der Verein „Osmanen GermaniaBC“ hat in Nordrhein-Westfalen rund 150 Mitglieder und gibt vor, sich als „Boxclub“ vor allem um Jugendliche zu kümmern. Tatsächlich kam es in der Vergangenheit wiederholt zu schweren Körperverletzungs- und versuchten Tötungsdelikten bei Auseinandersetzungen mit anderen Rockergruppen. Bundesweit zählt der Verein nach Behördenangaben rund 300 Mitglieder, zumeist mit türkischen Wurzeln.

Neben Köln gab es nach Angaben des Ministeriums Durchsuchungen in Ahlen, Bergisch Gladbach, Bergneustadt, Bochum, Bottrop, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herten, Hilden, Hürth, Lengerich, Lüdenscheid, Marl, Plettenberg, Radevormwald, Recklinghausen, Siegen, Wenden, Werdohl, Witten und Wuppertal.

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