Köln | Dass Karnevalisten zu spät dran sind kann keiner behaupten und im Festkomitee Kölner Karneval haben die Jeck*innen 2023 von 1823 subtrahiert. Dabei kam heraus: 200. Das ist ein Jubiläum.

Drei Gesellschaften feiern die 200: Das Festkomitee Kölner Karneval von 1823, die Kölsche Funke rut-wieß von 1823 und die Mutter aller Gesellschaften, die Große von 1823. Da der Kölner Karneval sich selbst allerdings auch als vaterstädtisches Fest definiert, feiert sich die Stadt Köln natürlich auch, anders als etwa die 2000 Jahre Stadtgründung. Insofern stellt die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker fest: „Der Karneval gehört untrennbar zu unserer Stadt und ist ein entscheidender Bestandteil der Kölner Kultur.“

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Aufgewärmt wird eine Ausstellung, die schon im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) zu sehen war und die in der dritten Generation nach dem Krieg in Köln eine Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus ermöglichte. Das NS-DOK wird von August bis November 2023 die Ausstellung mit dem Titel: „Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz – Karneval zwischen Unterhaltung und Propaganda“ zeigen. Also die Zeit von 1933 bis 1945. Das Museum für Angewandte Kunst MAKK wird Karnevalsorden eine Sonderausstellung widmen. Es zeigt die Orden, die junge Goldschmied*innen seit 1948 anfertigen und die hochgestellten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Karneval und Stadtgesellschaft verliehen werden.

Das Festkomitee will sich, geht es nach seinem derzeitigen Präsidenten Christoph Kuckelkorn nicht selbst feiern, sondern den Kölner Karneval. Derzeit plant das Festkomitee eine Ausstellung mit dem Kölnischen Stadtmuseum eine Ausstellung zu Glanz und Gloria des Kölschen Fasteleers. Die soll interaktiv und multimedial in Szene gesetzt werden. Merchandising gibt es auch, ein Sammelheftchen ist in Arbeit.

Die Grosse von 1823 wird ihre Sessionseröffnung noch größer im Tanzbrunnen feiern und an ihre Gründungsveranstaltung im November 1822 erinnern. Zudem will die Gesellschaft gemeinsam mit den Haien feiern, die dann auf 50 Jahre Eishockey-Geschichte in Köln blicken. Die Roten Funken bieten in ihrem Turm rund 30 Veranstaltungen an und wollen mit einem Konzert die Session eröffnen. Die Hellige Knäächte un Mägde wollen ihre Tänze in die Kölner Veedel tragen. Zudem soll es zwei Veranstaltungen in der Volksbühne geben.

Autor: red
Foto: Das Pressefoto zeigt Thomas Andersson (Hellige Knächte un Mägde), Christoph Kuckelkorn (Festkomitee Präsident), Heinz-Günther Hunold (Rote Funken), Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Prof. Dr. Dr. Joachim Zöller (Grosse von 1823)

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