Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Telekom am 12. Mai in Köln fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Aktionäre auf, ihrer sozialen Verantwortung als Eigentümer gerecht zu werden und für eine erfolgversprechende Geschäftspolitik einzutreten. „Standortverlagerungen in Deutschland und die gewerkschaftsfeindliche Haltung bei T-Mobile USA können den wirtschaftlichen Erfolg der Telekom äußerst negativ beeinflussen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder

Mit der geplanten Konzentration der Standorte im Geschäftskundenvertrieb entferne sich das Unternehmen von Kunden und den eigenen Vertriebsfachleuten. „Wer auf Distanz zu Kunden und Mitarbeitern geht, gefährdet den Geschäftserfolg“, warnte Schröder. Gleichzeitig setze die Telekom mit der unverändert gewerkschaftsfeindlichen Haltung bei T-Mobile USA ihre Verkaufspläne und damit wichtige strategische Ziele aufs Spiel: Angesichts des politischen Widerstands in den USA gegen den Verkauf von T-Mobile an AT&T sei die Telekom gut beraten, sich jeglicher Unterstützung zu versichern. „ver.di und die US-Gewerkschaftskollegen von CWA und TU unterstützen die Verkaufspläne und werden dafür ihren politischen Einfluss geltend machen. Aber dann muss jetzt endgültig Schluss sein mit der Behinderung der Gewerkschaftsarbeit bei T-Mobile USA“, stellte Schröder klar.

ver.di und Kollegen der US-Gewerkschaften CWA, TU sowie der internationalen Gewerkschaft UNI Global Union und der ITUC werden am Donnerstag in Köln gemeinsam mit Telekom-Kollegen vor Beginn der Hauptversammlung protestieren und Flugblätter an die Aktionäre verteilen. Die Protestaktion beginnt am Donnerstag, den 12. Mai 2011 um 9 Uhr Opladener Str./Auenweg, 50679 Köln (nahe der Arena).

[cs]

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