Düsseldorf | Neben den 5.000 syrischen Flüchtlingen, die die Bundesregierung aufnehmen will, wird Nordrhein-Westfalen weitere 1.000 Flüchtlinge aus dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land aufnehmen.

„Ich habe Bundesinnenminister Friedrich gebeten, einer entsprechenden Anordnung des Landes Nordrhein-Westfalen das Einvernehmen zu erteilen und erwarte, dass dies schnell geschieht“, erklärte Innenminister Ralf Jäger.

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Der Innenminister kritisierte, dass die Bundesregierung ihr Kontingent auf 5000 Personen begrenzt hat. Von diesen Menschen sollen rund 1.060 nach NRW kommen. „Es ist beschämend, dass der Bundesinnenminister nicht von seiner eigenen Möglichkeit Gebrauch macht, mehr schutzbedürftige Menschen aus Syrien aufzunehmen. Stattdessen drückt er sich vor seiner Verantwortung und stellt die dringend erforderliche Aufnahme von mehr Schutzbedürftigen vor unnötige Hürden „, kritisierte Jäger.

NRW wird jetzt weiteren schutzbedürftigen Syrern, die Angehörige ersten oder zweiten Grades in NRW haben, den Aufenthalt in NRW ermöglichen. Die aufnehmenden Verwandten verpflichten sich vor der Einreise der Angehörigen, für deren Unterhalt aufzukommen. Die Aufenthaltsgenehmigung wird zunächst auf zwei Jahre befristet werden und berechtigt auch zur Arbeitsaufnahme.

Autor: ag

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