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Geschmückt für die offizielle Einweihung: Die neue Hauptverwaltung der Rheinenergie

Rheinenergie eröffnet Verwaltungs-Neubau

Köln | Gemeinsam mit mehreren Hundert geladenen Gästen, darunter viel Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Kultur aus dem Rheinland, eröffnete heute der Vorstand des regionalen Energieversorgers Rheinenergie den Neubau seines Verwaltungsgebäudes am Parkgürtel im Kölner Stadtbezirk Ehrenfeld.

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Das „ökologisch vorbildliche Gebäude“,  so Rheinenergie-Vorstand Thomas Breuer - gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dieter Hassel fungierte er als Bauherr für den Komplex – soll Platz für die  1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Energieversorgers sowie einige städtische Gesellschaften bieten.

55.000 Quadratmeter Fläche

Für die Klimatisierung des rund 55.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplexes sorgen Geo- und Solarthermie-Anlagen, die nach Angaben des Unternehmens rund 95 Prozent des Energiebedarfs decken, die restlichen fünf Prozent stammten aus dem Rheinenergie-Fernwärmenetz. Für die Beleuchtung des gesamten Komplexes kommen ausschließlich LED-Leuchten zum Einsatz. Dies sorge für eine Energie-Ersparnis bei der Beleuchtung von 80 bis 90 Prozent zu herkömmlicher Technik, so Breuer.

Auch habe man sich bei den Arbeitsplätzen für eine firmeninterne Cloud-Lösung und gegen eine Lösung mit PC-Einzelplätzen entschieden. Dadurch spare man die Energie, die durch Festplatten, Netzteile und Lüfter der PCs verbraucht würde.

Das Lift-System des Gebäudes nutze die durch das Abbremsen erzeugte Energie wieder für den Antrieb der Fahrstühle. Dadurch sollen bis zu 25 Prozent Energie im Vergleich zu konventionellen Fahrstühlen eingespart werden. Für die Gesamtkonzeption zusammen mit den verwendeten Baumaterialien habe man bereits die Vorzertifizierung in Gold von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) erhalten, so Breuer. Mit dem neuen Gebäude bleibe man rund 50 Prozent unter den Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung.

Auszeichnung für Nachhaltigkeit vor Baubeginn

Man habe sich während der Planungsphase der Arbeitsplätze mit Fachleuten vom Fraunhofer-Institut für Arbeitsorganisation und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) intensiv ausgetauscht, so Breuer. Herausgekommen sei eine „Multi-Space-Lösung“, die ein flexibles Arbeiten an unterschiedlichen Orten ermöglichen sollen. Was die Baukosten für den Komplex anbelange, sei man stets im Rahmen geblieben, so Breuer. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hatte nach Abschluss des europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs im Juli 2007 eine Summe von maximal 140 Millionen Euro für das Projekt freigegeben. Über die genauen Kosten wurde während der Eröffnung nichts bekannt.

Das Verwaltungsgebäude verfügt über ein weiträumiges Atrium, durchzogen von künstlichen Bachläufen.  Im Innenhof befindet sich eine neun Meter hohe Domfiale. Neben einem Betriebsrestaurant (460 Plätze) und Bistro(160 Plätzen) sollen außerdem noch ein Mini-Supermarkt, eine Wäscherei sowie ein Massagesalon in der neuen Verwaltung zu finden sein. Der Kölner Weihbischof Manfred Melzer hatte am Vormittag das Gebäude gesegnet.

Breuer in Ruhestand verabschiedet

Für Breuer, der gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet wurde, waren aufgrund seiner Funktion als Bauherr des Gebäudes  seine Signaljacke und seine weißen Gummistiefel zu Markenzeichen innerhalb des Unternehmens geworden. Zum Anlass seiner Verabschiedung und in Würdigung seiner Leistung ließ das Unternehmen ein kurzes Puppentheaterstück durch das Hänneschen-Theater inszenieren. Die darin vorkommende Stockpuppe, „Thomas II“, die Breuer nachempfunden war, bekam dieser nach dem Stück durch die Intendatin des Hänneschen-Theaters, Frauke Kemmerling, überreicht.

Duin: „brauchen konventionelle Stromerzeugung“

Garrelt Duin, NRW-Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk verwies in seiner Festrede auf die Vorreiterfunktion des Gebäudes. Gleichzeitig betonte er den hohen Stellenwert regionaler Energieversorger wie der Rheinenergie, die für die Landesregierung ein wichtiger Partner bei der Bewältigung der Energiewende seien. Man brauche auch künftig die konventionelle Stromerzeugung als „Back-Up-Kapital“.

Die Beschäftigten der Rheinenergie-Stiftungen und der Kölner Stadtwerke arbeiten bereits in ihren neuen Büros. Die übrigen Umzüge sollen  in den kommenden Wochen stattfinden. Im Anschluss an die offiziellen Feierlichkeiten fand ein internes Fest für die Mitarbeiter der Rheinenergie und deren Familien statt.

Protest im Vorfeld der Eröffnungsfeierlichkeiten

Im Vorfeld der offiziellen Eröffnung demonstrierten Mitglieder die Initiative „Tschö Rheinenergie“ mit einem Transparent unmittelbar vor dem Gelände des Konzerns am Parkgürtel. Sie verteilten Flugzettel an Passanten und Besucher der Eröffnungsveranstaltung. In den Flugzetteln werfen sie dem Unternehmen unter anderem „Greenwashing“ vor. Außerdem machen sie die Rheinenergie für 60 Prozent der CO2-Emissionen in Köln, die nicht durch Verkehr entstehen, verantwortlich. In ihren Flyern fordert die Initiative von der Rheinenergie bei der Stromerzeugung einen Anteil von erneuerbaren Energien von 40 Prozent sowie eine dezentrale Stromerzeugung und eine Rekommunalisierung des Unternehmens.

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