Wirtschaftsnachrichten Kölner Wirtschaft

dumont_streik_ehu_08022019

Mittwoch vor dem Druckzentrum des Medienhauses DuMont Schauberg: Vorwiegend Drucker sind dem Aufruf zum Warnstreik für mehr Lohn gefolgt.

Warnstreik für 5 Prozent mehr Lohn beim "Express" und "Stadt-Anzeiger"

Köln | Schon seit Oktober des Vorjahres kämpfen die Beschäftigten der Druckindustrie für 5 Prozent mehr Lohn. Auch in Köln – am Mittwoch standen sie schon zum 8. Mal vor den Toren des Druckzentrums des Medienhauses DuMont-Schauberg an der Friedrich-Karl-Straße in Niehl. Aufgerufen zu dieser Arbeitskampfmaßnahme hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi

Die Leser von "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" erfahren von diesen Warnstreiks buchstäblich nur am Rande. Am Morgen nach dem Streik finden sie regelmäßig auf der Titelseite den Hinweis: „Lieben Leserinnen und Leser, die Tarifauseinandersetzungen in der Druckindustrie haben gestern die Produktion der Zeitung erheblich beeinträchtigt.“ Je nach Umfang des Warnstreiks – von drei Stunden bis mehrere Schichten – betrifft dies meistens die Bezirksausgaben des "Stadt-Anzeigers". Und so können die Kölner manchmal auch lesen, was etwa in Euskirchen passierte.

Kaum Informationen über Arbeitskampf in der eigenen Branche

Mehr Informationen gibt es kaum – anders als bei Tarifauseinandersetzungen etwa in der Metallindustrie oder im öffentlichen Dienst. Anders als in früheren Jahren hat es auch die zuständige Gewerkschaft Verdi selbst bei hohem Organisationsgrad schwerer, Druck auszuüben: Die Zeitungsproduktion ist größtenteils automatisiert worden, die Beschäftigtenzahl ist geringer geworden. Auch das Kölner Druckzentrum ist, wie viele Verlagsteile im Hause Neven DuMont, seit Jahren eine eigenständige GmbH.

Worum geht es im aktuellen Konflikt? Im vorigen Herbst kündigte der Bundesverband Druck & Medien den Manteltarifvertrag, Verdi den Lohntarifvertrag. In mehreren Verhandlungsrunden kam man sich auf Bundesebene nicht näher. Ein kompromissfähiges Angebot im Tarifstreit machte die Arbeitgeberseite bislang nicht.

Arbeitgeber wollen geltenden Manteltarifvertrag aufweichen

Wohl bot sie an, den Manteltarifvertrag (MTV) für Beschäftigte beizubehalten, wenn dann für Neuanstellungen ein „niedrigerer“ Manteltarifvertrag vereinbart würde – etwa mehr Arbeitsstunden, weniger Urlaub oder geringere Zuschläge für Schichtarbeit. Im Klartext bedeutet das eine Aufweichung des geltenden Manteltarifvertrags, verquickt mit der Tarifrund für Lohn und Gehalt.

Ein Vorhaben, dass die Gewerkschaft aus gutem Grund wegen schlechter Erfahrungen ablehnt. Denn das Versprechen der Besitzstandswahrung für schon Beschäftigte Mitarbeiter lässt sich leicht aushebeln: Man gründet die Firma neu und bietet den ehemaligen Beschäftigten an, sich dort zu bewerben – das wäre dann aber eine Neu-Einstellung zu schlechteren Bedingungen. Das Verdi-Angebot auf regionaler Ebene – in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen – weiter zu verhandeln, wurde Ende Januar abgelehnt. Mit weiteren Kampfmaßnahmen ist zu rechnen.

Zurück zur Rubrik Kölner Wirtschaft

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Kölner Wirtschaft

tanteolga_ehu_14022019

Köln | Verpackungen von Lebensmitteln sind lästig und wenig umweltfreundlich. Zudem zwingen sie oft genug zum Kauf von Mengen, die man nicht braucht. Dem hat „Tante Olga“ vor drei Jahren in Sülz erfolgreich den Kampf angesagt. Jetzt wurde in Nippes die erste „Unverpackt“-Filiale eröffnet.

stat_110220193

Köln | In Köln können sich nicht nur Fahrzeuge im Stau befinden, sondern auch Gewerbeabmeldungen. Wer aktuell in Köln ein Gewerbe abmelden will und diese Abmeldung auf postalischem Weg der Stadt Köln kundgetan hat, der wartet aktuell 11 Wochen, so Stadtsprecherin Inge Schürmann. Schneller ginge es online, sagt die Stadt. Ein Leser hatte die Redaktion darauf aufmerksam gemacht.

Köln | Der Zoll hat ein Auge auf die Paket- und Kurierdienstbrache geworfen und am Freitag im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle bundesweit in diesem Sektor kontrolliert. Auch der Kölner Zoll beteiligte sich und überprüfte sechs Postverteilzentren und dort insgesamt 147 Unternehmen. Die Bilanz der Behörde zeigt, dass die Branche sich nicht an die Regeln hält.

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Studierende beleuchten Europawahl 2019

europawahl2019_studentengruppe01

Studierende der Kölner Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) beschäftigten sich im November 2018 mit europäischen Themen, wie Flüchtlings- oder Umweltpolitk sowie regionalen Förderprogrammen oder dem "Erasmus+"-Programm der EU. Am 26. Mai 2019 wählt Europa ein neues Parlament.

Hier gehts zum Spezial: Kölner Studierende blicken auf die Europawahl 2019 >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >