Der Nackenschlag für die Haie. Foto: Bopp

Köln | Es hätte so ein schöner Abend in der Lanxess-Arena für die Kölner Haie werden können. 7500 Fans bildeten – am Tag der Junghaie – eine tolle Kulisse, jedoch war die Leistung der Profis für drei wichtige Punkte nicht gut genug. Am Ende setzte es so für den KEC eine 2:5-Niederlage gegen Titelkandidat RB München.

Ausgerechnet ein ehemaliger Kölner, der bei den Junghaien das Eishockeyspielen erlernte und 13 Jahre für Köln stürmte, tat seinem alten Team besonders weh. Philip Gogulla traf zum zwischenzeitlichen 1:1 und 4:1, nachdem die Haie zuvor mit viel Schwung in die Partie kamen.

Sebastian Uvira traf zur frühen Führung

Denn Sebastian Uvira hatte die Gastgeber in Überzahl in Führung (3.) geschossen und damit eine couragierte Anfangsphase gekrönt. Der Haie-Stürmer wurde mustergültig von Andreas Thuresson im Powerplay bedient und traf zum 1:0. Nur Sekunden später hatte Julian Chrobot das 2:0 auf dem Schläger, sein Versuch ging aber nur an den Pfosten des Münchner Gehäuses.

Haie-Stürmer Sebastian Uvira überwindet Münchens Torwart Henrik Haukeland. Foto: Bopp
Haie-Stürmer Sebastian Uvira überwindet Münchens Torwart Henrik Haukeland. Foto: Bopp

Auch im zweiten Drittel zeigte die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp zunächst eine engagierte Vorstellung, die Treffer erzielten jedoch die effektiveren Gäste. Justin Schütz überraschte Torwart Tomas Pöpperle mit einem Schuss in die kurze Ecke (23.), und auch beim dritten Tor der Bullen sah der Tscheche nicht gut aus. Nach dem 1:3 durch Austin Ortega 133 Sekunden nach dem Rückstand verließ der Keeper entnervt seinen Kasten für Ersatztorwart Justin Pogge.

Seine Vorderleute machten es dem Favoriten aus München in der Defensive aber auch mit leichten Abspielfehlern im Spielaufbau zu einfach. Gogulla traf in Überzahl sogar noch vor der zweiten Sirene zum 4:1. So hatten die Gäste leichtes Spiel, bereits im zweiten Abschnitt die Basis für den elften Sieg in den letzten zwölf Partien zu legen.

Zwar gelang Maximilian Kammerer in der 48. Minute noch einmal das 2:4, doch nur elf Sekunden später klingelte es wieder im Kölner Kasten. Beim fünften RB-Tor durch Jonathan Blum sah diesmal Pogge nicht gut aus und wurde nach dem Einschlag von Krupp aus dem Tor genommen. So musste Pöpperle erneut zwischen die Pfosten. Nach dem erneuten Rückschlag schwanden beim KEC, der in einem Sondertrikot mit dem Wappen der Stadt Köln auf der Brust, auflief, Wille und Glaube auf eine Aufholjagd.

Kölner Haie drohen die Playoffs zu verpassen

Nach der 14. Heimpleite der Saison drohen die Haie erneute die Playoffs zu verpassen. Platz Zehn müsste der KEC erreichen, derzeit rangiert der achtfache Meister auf Platz zwölf, hat aber schon mehr Spiele ausgetragen als die Konkurrenz. So müssten in den letzten drei Begegnungen in Augsburg und Bietigheim sowie im Heimspiel gegen Ingolstadt neun Zähler her, um die Hoffnung auf die schönste Eishockeyzeit des Jahres aufrecht zu erhalten.