Köln | Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie im Großraum Köln blicken wenig hoffnungsfroh auf das kommende Jahr. Dies zeigt eine Analyse des Arbeitgeberverbandes „kölnmetall“. Zwei Trends scheinen sich herauszukristallisieren. Die schlechteren Konjunkturaussichten will man vor allem durch Kürzungen bei den Investitionen auffangen, dabei die Beschäftigung gleich hoch lassen, sogar noch eher in Manpower investieren und zur Not auf das Mittel Kurzarbeitergeld zurückgreifen.

„Die weltweite Konjunktureintrübung, bedingt vor allem durch die Staatschuldenkrise in Europa, den USA und Japan, ist inzwischen auch in unserer Region angekommen. Wir müssen feststellen, dass sich die aktuelle Geschäftslage bereits spürbar verschlechtert hat“, erläutert Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes kölnmetall schriftlich. Nur noch jedes vierte Unternehmen bezeichne seine Geschäfts- und Auftragslage als gut, die Hälfte aller Unternehmen bezeichnet sie als schlechter als noch vor einem Jahr. Immerhin gibt fast die Hälfte der Unternehmen der Ertragslage noch ein Befriedigend. 26 Prozent der Unternehmen, so die Umfrage des Verbandes wollen bei den Investitionen sparen. Aber zwei Drittel der Firmen wollen nicht ihre Belegschaft reduzieren, ein Viertel sogar neu einstellen. 15 Prozent der Unternehmen wollen auf das Mittel der Kurzarbeit zurückgreifen und nur 8,5 Prozent planen Entlassungen. An der Umfrage beteiligten sich 54 Unternehmen mit 51.019 Beschäftigten, das entspricht der Beteiligung in den Vorjahren, so der Verband.

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Autor: Andi Goral

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