Das Auswärtsspiel beim frischgebackenen Europapokalsieger der Pokalsieger missgelang der Mannschaft des isländischen Trainer Gudmundur Gudmundsson gründlich. Die Gastgeber, trainiert vom Kroaten Sead Hasanefendic, ließen nicht erkennen, dass sie den dritten internationalen Erfolg möglicherweise zu heftig gefeiert hatten. Angeführt von einem überragenden Adrian Pfahl (11/3 Tore) im Angriff, einem bärenstarken Patrick Wiencek in der Deckung und mit einem sicheren Rückhalt zwischen den Posten, Vjenceslav Somic (17 Paraden, davon zwei Siebenmeter) kauften die Gummersbacher dem Favoriten schnell den Schneid ab. Bereits zur Pause führten die Oberbergischen mit 18:14 und siegten am Ende hochverdient mit 36:28.
 
"Wir haben heute gegen einer der aktuell besten vier Mannschaften Europas ein großes Spiel gemacht. Und das ist nach einem Europapokalsieg nicht selbstverständlich. Aber meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie es auch gegen diese großen Mannschaften kann. Gerade hier zu Hause liegen uns diese Teams. Das haben wir im letzten Jahr beim Heimsieg gegen den THW Kiel im DHB-Pokal-Viertelfinale und auch jetzt wieder bewiesen. Der Vorteil meiner Jungs war heute, dass sie im Gegensatz zu den Löwen keinen Druck hatten", sagte Hasanefendic. Das nächste Spiel des VfL Gummersbach ist der Höhepunkt des Jubiläumsjahres 2011. Am kommenden Mittwoch empfängt der VfL Gummersbach in der Dortmunder Westfalenhalle den THW Kiel. Aus Anlass seines 150-jährigen Bestehens kehrt der VfL damit an die Stätte seiner größten Erfolge zurück. Anwurf ist um 20.45 Uhr.

[cs]

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