Köln | Die Kölner Ford-Werke haben den Vertrag mit der Faurecia Innenraum Systeme zum 15. April 2021 gekündigt. Das meldet die Kölner IG Metall. Der Lieferant hat seinen Produktionsstandort ebenfalls in Köln. Besonders verärgert reagieren Betriebsrat und Gewerkschaft, weil sie nicht im Vorfeld in die Entscheidung eingebunden wurden.

Die Gewerkschaft gibt an, dass der Hintergrund eine Absenkung von Einheiten ab Januar bei Ford sei. Damit entstünden Personalüberhänge bei Ford in der Fertigung. Beides, die Absenkung der Einheiten und das Insourcing der Türenfertigung sei nicht mit den Betriebsräten von Ford und Faurecia besprochen worden. Diese Meldung komme zudem zur Unzeit, denn sowohl bei Ford wie bei Faurecia befänden sich die Beschäftigten seit heute für eine Woche in Kurzarbeit.

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Der Betriebsratsvorsitzende von Faurecia Ismail Yildirim und der Betriebsratsvorsitzende von Ford Martin Hennig, haben sich heute mit uns als IG Metall zusammengesetzt und ein gemeinsames Vorgehen im Interesse aller betroffenen Kollegen/innen abgestimmt, schreibt die IG Metall. „Für uns ist klar, dass die Kollegen/innen bei Faurecia in den vergangenen 18 Jahren ebenso zum Erfolg des Kölner Ford-Standortes beigetragen haben, wie die Stammbelegschaft bei Ford“, stellt Kerstin Klein, II. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Köln-Leverkusen, klar. Und weiter: „Wir erwarten seitens beider Geschäftsführungen, dass sie sich dafür einsetzen möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Den Beschäftigten, die vom Arbeitsplatzverlust betroffen sind, müssen die Türen zu den bestehenden Umschulungs- und Weiterbildungsprogrammen sowie zu der Job-Börse bei den Ford-Werken geöffnet werden.“

Autor: red

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