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NRW-Landesregierung will Namensrecht reformieren

Düsseldorf | Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will das Namensrecht reformieren. Künftig soll es leichter möglich sein, dass alle Familienmitglieder denselben Namen tragen, auch wenn es ein Doppelname ist, berichtet die "Rheinische Post" (Freitagsausgabe). Gleichzeitig soll es auch einfacher werden, den Nachnamen zu ändern.

"Von einer Vereinfachung des Namensrechtes können unter anderem Menschen profitieren, deren Name Anlass für Spott bietet", sagte Familien- und Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) der Zeitung. Auch Personen, die einen gemeinsamen Familiennamen wählen wollen, ohne ihren Geburtsnamen abzulegen, werde die Änderung zugutekommen. Oder Einwanderern mit komplizierten Nachnamen sowie Menschen nach einer Geschlechtsumwandlung.

In den USA sei es längst Praxis, dass aus "Herrn Schmidt" etwa "Mister Smith" werde, sagte Stamp. Die Änderung des Namensrechts habe bisher für die Landesregierung aber keine Priorität, sagte der Minister. Eine Änderung wäre über eine Bundesratsinitiative möglich.

Bei ihrem Vorhaben könnte die schwarz-gelbe Landesregierung Unterstützung aus Berlin bekommen. Das Bundesjustizministerium prüft nach eigenen Angaben derzeit ebenfalls, ob die geltenden Regelungen im deutschen Namensrecht zu restriktiv, wenig flexibel und damit nicht mehr zeitgemäß sind. Diese Prüfung sei aber noch nicht abgeschlossen, heißt es in Berlin.

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