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Kölner Motorenbauer steigert Umsatz und Ergebnis

Die Deutz AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 positive Zahlen geliefert. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis konnten deutlich erhöht werden.

Köln | Wie das börsennotierte Unternehmen am heutigen Mittwoch bekannt gab, belief sich der Auftragseingang im Vorjahr auf 1,556 Milliarden Euro, ein deutlicher Anstieg um 23,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (1,261 Milliarden Euro). Dabei steigerte Deutz die Zahl der verkauften Motoren um 22 Prozent auf knapp 162.000. Der Umsatzanstieg fiel mit einem Plus von 17,4 Prozent auf 1,479 Milliarden Euro etwas schwächer aus. In den Kernmärkten EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) erhöhte sich der Umsatz um überdurchschnittliche 21,9 Prozent, in Amerika um immerhin 11,9 Prozent. Lediglich in der Region Asien/Pazifik konnte Deutz seinen Vorjahresumsatz lediglich stabilisieren. Bezogen auf die Konzernsparten gab es in allen Bereichen, auch im Servicegeschäft, stiegen die Umsätze.

Positiv auch die Ergebnisentwicklung. So erhöhte sich das operative EBIT vor Sondereffekten um mehr als 80 Prozent auf 42,4 Millionen Euro. Folgerichtig erhöhte sich die EBIT-Rendite von 1,9 auf nunmehr 2,9 Prozent. Allerdings konnte der Konzern im vergangenen Jahr dank der Veräußerung seiner nicht mehr betriebsnotwendigen Grundstücke am Standort Mülheim einen erheblichen Sondereffekt verbuchen, wie Deutz-Finanzvorstand Dr. Margarete Haase ausführte. Mit diesem Sondereffekt erhöhte sich das EBIT auf 146,5 Millionen Euro. Noch deutlicher erhöhte sich das Konzernergebnis. Diese Kennzahl explodierte förmlich von 16 auf nunmehr 121,2 Millionen Euro.

Die Eigenkapitalquote ist weiter von 46,3 Prozent auf 49,4 Prozent gestiegen. Der Free Cashflow hat sich von 4,7 Millionen Euro auf 82,5 Millionen Euro stark erhöht – hierbei sind die 2017 getätigten Akquisitionen in die Torqeedo GmbH zur beschleunigten Umsetzung der Elektrifizierungsstrategie und in die Deutz Italy (vormals IML) bereits berücksichtigt. Aufgrund des Gewinnsprungs schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro pro Anteil vor, was in etwa einer Verdopplung entspricht (Vorjahr: 0,07 Euro). Die Dividende ist steuerfrei für Steuerinländer und unterliegt nicht der deutschen Quellensteuer.

„Das Geschäftsjahr 2017 ist für Deutz sehr erfolgreich verlaufen. Wir konnten uns operativ verbessern, im Unternehmen eine Aufbruchstimmung und neue Dynamik erzeugen sowie wichtige strategische Weichenstellungen vornehmen. Mit unserer neuen E-Deutz Strategie streben wir die marktführende Stellung bei innovativen Antriebssystemen im Off-Highway Bereich an“, erläutert der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Frank Hiller und ergänzt.

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 gibt sich der Vorstand zuversichtlich. Grund für den Optimismus sind die derzeit gute Wirtschaftslage und die damit verbundene positive Absatzentwicklung im Motorengeschäft. Konkrete Zahlen zu den Unternehmenszahlen 2018 nannte das Unternehmen nicht. Aber beim Umsatz gehen die Verantwortlichen von einem deutlichen, bei der EBIT-Marge und dem Ergebnis von einem moderaten Anstieg aus.

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