Köln, 29.08.2007, 13:00 Uhr >
Rot und Weiß dominiert das schön gestaltete Titelblatt des schmalen Hochformat-Kalenders von Gerda Laufenberg für das Jahr 2008. 13 aquarellierte Federzeichnungen beschäftigen sich mit dem Thema Sport und Köln. Wer jetzt allerdings glaubt dass er nur sportliche Höchstleistungen zu sehen bekommt, der liegt falsch. Denn die Kölner Künstlerin, die von ihrem Physiotherapeuten auf die thematische Idee gebracht wurde, als der den verspannten Künstlerinnen-Nacken massierte, ist viel zu kreativ als nur Fußballerbeine in Aquarell umzusetzen. Denn so glaubt die Künstlerin, Kölnerinnen und Kölner sind Weltmeister in vielen Disziplinen und die müssen ja nicht zwangsläufig olympisch sein. Da wären etwa Blätter wie, "Weltmeister im Dom fertig bauen", oder "Vereinsmeister" – streng nach dem Motto "für jeden Jeck eine andere Verein" im Januar mit Roten und Blauen Funken, Altstädtern & Co.. Die Großbaustelle Köln als "Kölle, do bes e Jewöhl" oder "(Welt-)Meister wie mir – em Kölsch-Stemmen!" Der Kalender ist der Künstlerin sehr gut gelungen, die Repros schön und er vermittelt auf ganz besondere Weise das kölsche Wohlfühlgefühl.

Praktisch ist er auch noch, denn auf allen Tagen sind auch die Namenstage vermerkt, die Sternzeichen, wichtige Feiertage und die Ferientage in Nordrhein-Westfalen. Auf der Kalenderpräsentation in den Räumen von Köln-Tourismus gegenüber dem Hauptportal des Kölner Domes gab es auch noch eine Benefizaktion zu Gunsten des Kölner Dombauvereins. Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes versteigerte das Original-Blatt "Weltmeister im Dom fertig bauen" für sage und schreibe 800,- Euro zu Gunsten des Kölner Dombauvereins. Michael H. G. Hoffmann, der 13. Präsident des Zentral-Dombau-Vereins freute sich über das Sümmchen und auch Barbara Schock-Werner die Dombaumeisterin war extra zur Versteigerung und Präsentation gekommen.

Die Präsentation wurde durch die Mundartgruppe "Herr Schmitz" abgerundet.

Gezeichnete kölsche Lebensart
Im Oktober erscheint Gerda Laufenbergs neues Buch "Kölner Blätter" im J.P.Bachem Verlag. Entstanden ist das Buch aus dem Auftrag eines Kölner Verlegers: "Malen sie die Kölner Sagen – bauen sie alles ein, was heute noch in Köln darüber zu finden ist." Zunächst dachte die Kölner Malerin eine unlösbare Aufgabe vor sich zu haben, merkte dann aber schnell, dass Köln eine thematische Fundgrube ist. 40 Arbeiten zeigt der aufwendig gestaltete Bildband. Gerda Laufenberg hat aber nicht nur gezeichnet, sondern auch Texte geschrieben, die witig und humorvoll sind und eine Menge Hintergrundinformationen bieten.

Denn neuen Gerda Laufenberg Kalender "Weltmeister vum Rhing" gibt es im Buchhandel und bei Köln Tourismus.

[ag]