Henriette Reker bei ihrer Rede im Historischen Rathaus. Foto: Sven Lehmann/Facebook

Köln | ots | 800 000 Menschen werden Sonntag zur CSD-Demonstration in Köln erwartet.

Zum Start des Wochenendes setzte Henriette Reker (parteilos) ein Zeichen gegen Homophobie, hisste am Freitag Nachmittag die Regenbogenflagge und postete die sinnbildliche Aktion in den sozialen Netzwerken.

«Ob Oslo oder Istanbul – Homo- und Transfeindlichkeit sind nicht hinnehmbar – niemals und nirgendwo», erklärte die Oberbürgermeisterin, «Wir setzen mit einer der größten Pride-Veranstaltungen Europas auf Vielfalt als Stärke und Chance für unsere Gesellschaft“.

Und weiter: „Immer dann, wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität, ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung diskriminiert werden – immer dann ist unsere Zivilcourage und eine starke, aufrechte Haltung gefragt“.

Die Aussagen haben einen bitteren Hintergrund: In Norwegens Hauptstadt hatte es am vergangenen Wochenende einen Anschlag auf eine beliebte Schwulen-Bar gegeben. In Istanbul war es bei der Pride-Parade zu Festnahmen gekommen.

Ministerin Josefine Paul mit bedeutender Ankündigung

Bei der Eröffnung des Festivals am Freitag erinnerte auch der 1. stellvertretende Bürgermeister Andreas Wolter in seiner Rede an die aktuelle Situation der queeren Community in der Türkei und begrüßte die Vertreter:innen der Sister Cities, den Partnerstädten in Rumänien, Polen, Finnland und Tunesien sowie die Geschäftsführung des Kiew Pride, Lenny Emson.

Josefine Paul, die neue NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration erklärte, dass es „dem Hass niemals gelingen wird, die Liebe zu zerstören.“  Die neue Landesregierung werde alles daran setzen, „damit die Erweiterung des Artikels 3 Grundgesetz erreicht werde“.

red02